IPZV-Jugendreitabzeichen 2
10.08. – 16.08.2026

Infobox
Kursaufbau: Der Lehrgang zum IPZV- Jugendreitabzeichen 2 vermittelt weiterführende Kenntnisse in Praxis und Theorie und begleiten junge Reiter gezielt auf ihrem weiteren Ausbildungsweg. Dabei werden sie altersgemäß gefördert und ihr Verständnis für das Wesen und den Charakter ihres Pferdes nachhaltig vertieft.
Kosten: 410€ Kursgebühr + Prüfungsgebühr / zzgl. 200€ Leihpferdegebühr
Zeiten: Montag 10.08. 9:00 Uhr Treffen im Hofcafé
Teilnehmerzahl: max. 12 Teilnehmer
Kursablauf
Der Kurs beginnt am Montag um 9:00 Uhr mit einer Vorstellungsrunde im Hofcafé. In der Woche finden täglich zwei Reiteinheiten statt, in denen Tölt, Dressur und Leichter Sitz erarbeitet werden. Ergänzend findet Theorieunterricht statt.
Wofür brauche ich das IPZV Reitabzeichen 2?
Der Lehrgang zum IPZV-Reitabzeichen 2 hilft dir dabei, reiterlich den nächsten Schritt zu gehen. Wir arbeiten an mehr Sicherheit und Feingefühl in Dressur und Tölt und üben den leichten Sitz, damit du und dein Pferd noch besser als Team zusammenwachst.
Verpflegung
Die Verpflegung für das Mittagessen liegt bei ca. 10 € pro Person. Auf besondere Wünsche wie vegetarische, glutenfreie oder andere Ernährungsvorgaben kann eingegangen werden. Kaffee und diverse Kaltgetränke können im Café erworben werden.
Kosten
Die Kosten für eine Box betragen 32,13€ (inkl. MwSt.) pro Pferd und angebrochenem Tag. Im Preis enthalten sind das tägliche Misten, das Einstreu sowie die Versorgung mit Raufutter durch die Mitarbeiter des GPZs.
Die Nutzung eines Leihpferdes ist für 200€ für die Woche möglich, für Reitschulmitglieder reduziert sich der Preis auf 170€. Der genannte Preis beinhaltet zwei Reiteinheiten pro Tag. Leihpferde stehen nur begrenzt zur Verfügung. Voraussetzung für die Teilnahme mit einem Leihpferd ist für Nicht-Reitschulmitglieder eine vorab vereinbarte Reitstunde am GPZ. Hierfür fallen die Kosten einer Einzelreitstunde an.
WICHTIG: Für Teilnehmer ohne IPZV-Mitgliedschaft wir bei allen anfallenden Abzeichenlehrgängen des IPZV eine doppelte Prüfungsgebühr berechnet.
3.2 IPZV-Reitabzeichen 2
Aufgabe des Vorbereitungslehrgangs zum IPZV-Reitabzeichen 2 ist es, dem Teilnehmer weiterführende ergänzende Kenntnisse in der Reitlehre zu vermitteln, ihn im Dressur- und Töltreiten zu stärken und im Leichte Sitz zu schulen.
Zulassungsvoraussetzung
IPZV-Reitabzeichen 1 oder IPZV- Jugendreitabzeichen 2 mit IPZV-Pferdeführerschein Umgang. Der Bewerber muss im laufenden Kalenderjahr mindestens 14 Jahre alt werden. Er muss mindestens an einem 6-tägigen Vorbereitungskurs oder an 42 Unterrichtseinheiten teilgenommen haben. Die Prüfung findet am 7. Tag statt.
Lehrgangsleiter
IPZV-Ausbilder, IPZV-Trainer A, IPZV-Trainer B
Anforderungen
Bahnen: Ovalbahn und/oder Reithalle/ Dressurviereck 20x40m
Gruppengröße: max. 5 Reiter
Teil I Theoretische Prüfung
Das Prüfungsgespräch findet im Theorieraum statt. Dem Prüfling werden 5 Fragen zu den folgenden Inhalten gestellt: Detaillierte Kenntnisse zur Ausrüstung des Pferdes, Zusammenwirken der Hilfen in verschiedenen Aufgabenstellungen und Lektionen, Gangarten, Reiten im leichten Sitz. Die Theorie des IPZV- Reitabzeichen 1 bzw. IPZV- Jugendreitabzeichen 1 und 2 wird vorausgesetzt und ist Prüfungsinhalt.
Teil II Praktische Prüfung
- Dressurreiten im Dressurviereck oder Reithalle, Dauer: 30-40 Minuten, Organisationsform: Durcheinanderreiten gleichzeitig nur auf einer Hand, Reiten auf beiden Händen in allen Grundgangarten, im Trab leittraben und aussitzen, Reiten mit und ohne Bügel, Übergänge, ganze Parade, grundlegende Bahnfiguren, Galopp auf ganzer Bahn und/oder Zirkel, Vorhandwendung zu beiden Seiten, Schenkelweichen zu beiden Seiten (s. Musteraufgabe oder entsprechend D5)
- Reiten im Leichten Sitz: Einzelaufgabe im Dressurviereck, Reithalle oder Ovalbahn mit bereitbarem Innenraum, Dauer: ca. 4-5 Minuten, im Trab und Galopp auf großen Linien und beiden Händen, Tempounterschiede im Galopp, Übergänge, Reiten über 4 Cavaletti im Trab auf beiden Händen (s. Musteraufgabe). Das Reiten im leichten Sitz ist auch auf der Ovalbahn mit bereitbarem Innenraum (Dressurviereck oder beispielsweise kleine Bahn) möglich. Die Anforderungen müssen dann entsprechend der örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Eine Kombination aus Dressurviereck und Ovalbahn ist möglich, dann muss die Gesamtaufgabe aber für die Prüfer einsehbar sein und beide Teile müssen unmittelbar nacheinander geritten werden (keine Pause zwischen beiden Teilen). Die Aufgabe darf nicht ausschließlich auf dem Weg der Ovalbahn geritten werden. Die Cavaletti müssen von beiden Seiten angeritten werden können. Falls erforderlich ist es erlaubt, die Abstände zwischen den Cavaletti an die Trittlänge der Pferde anzupassen, um allen Pferden gerecht zu werden. Das Zulegen im Tempo kann auf der Ovalbahn durchgeführt werden. Der Trainer muss darauf achten, ausreichend Übergänge und verschiedene Linienführungen in die Aufgabe aufzunehmen.
- Töltreiten Gruppenaufgabe entsprechend T7 plus Übergänge, Dauer: ca. 30 Minuten, Tölt in ruhigem langsamem Tempo und in beliebigem Tempo, auf beiden Händen, Übergänge Schritt – Tölt – Schritt, Pferdetausch, Korrektur über Schritt ist möglich, sollte aber nicht zu oft erfolgen. Pferdetausch: Die Reiter haben etwa eine Runde Zeit, sich auf die Pferde einzustellen. Die Prüfungsanforderungen werden jetzt in Kurzform mit denselben Aufgabenteilen geritten, ca. 2 Runden pro Hand.
Prüfungskommission
Die Prüfungskommission besteht aus zwei API-Prüfern Stufe 3 (Ausbilder, Trainer A, B).
Allgemeine Hinweise
Zum Bestehen der praktischen Prüfung ist ein korrektes Erfüllen der Aufgaben in ansprechendem Stil erforderlich. Es gibt je eine Note für die Theorie, das Dressurreiten, das Reiten im Leichten Sitz und im Töltreiten.
Gründe für das Nichtbestehen
Allgemein: unkorrekter Sitz; ständig mangelndes Eingehen in die Bewegung; zu geringe Einwirkung; fehlerhafte, störende Einwirkung; Nichterfüllung wesentlicher Aufgabenteile; mangelndes Beherrschen des Pferdes; ein Sturz aufgrund eines völlig instabilen Sitzes; unreiterliches Verhalten
Theorie: zu geringes Wissen; falsche Antworten; mangelndes Verständnis von Zusammenhängen
Töltreiten: überwiegend Pass oder Trab; anhaltende oder häufige Taktfehler ohne Korrektur; unpassende Einwirkung; wenig Einfluss auf die Gangart; falsches Tempo
Dressurreiten: mangelndes Zusammenwirken der Hilfen; Nichterkennen von schwerwiegenden Fehlern (z.B. Außengalopp, Kreuzgalopp); zu ungenaue Linienführung; deutlich fehlerhafte Ausführung von Vorhandwendung und Schenkelweichen; ohne Zügelverbindung; deutliche Anlehnungsfehler
Leichter Sitz: deutliche Instabilität, deutlich zu lange Bügel; Nichterkennen von schwerwiegenden Fehlern (z.B. Außengalopp, Kreuzgalopp); zu ungenaue Linienführung; unsicherer Sitz und fehlerhafte Einwirkung über den Cavaletti
